Alle Jahre wieder: Wohnungs- und Gebäudebrände

25.11.2004 | Münster
So schön die Kerzen auf dem Adventskranz, am Weihnachtsbaum oder die Knallerei in der Silvesternacht auch sein mögen: Jedes Jahr kommt es zu zahlreichen Wohnungs- und Gebäudebränden mit einem Schadenaufwand von mehreren Millionen Euro.

Trotz intensiver Warnungen gehen viele Menschen leichtsinnig mit Kerzen und Silvesterknallern um:

  • Den Adventskranz und Weihnachtsbaum mit angezündeten Kerzen nie unbeobachtet lassen.
  • Kerzen rechtzeitig wechseln, bevor sie zu kurz werden und Äste anbrennen können.
  • Feuerwerkskörper vor Kindern sicher aufbewahren, genau die Gebrauchsanweisungen der Hersteller beachten.
  • Feuerwerkskörper nur im Freien abbrennen und auf keinen Fall selber basteln.
  • Außerdem sollten die Türen und Fenster geschlossen werden, damit sich keine Knaller in die Wohnung verirren können. Haustiere sollten, zum Schutz vor unberechenbaren Schreckreaktionen, in der Silvesternacht am besten in der Wohnung oder im Haus bleiben.

Welche Versicherung zahlt welche Schäden?

Sollte es, trotz größter Vorsicht, dennoch zu einem Brand oder zu einem Unfall mit Feuerwerkskörpern kommen, bieten Hausrat-, Wohngebäude-, Kfz-, Private Haftpflicht- oder die Private Unfallversicherung Versicherungsschutz. Die Hausratversicherung ersetzt die Schäden, die beispielsweise durch Feuer oder aber auch Löschwasser an Einrichtungsgegenständen entstehen - so gar ruinierte Weihnachtsgeschenke sind mitversichert. Für Schäden, die beispielsweise durch explodierende Feuerwerkskörper am Gebäude entstehen, ist die Wohngebäudeversicherung zuständig. Richtet ein Partygast in einer Wohnung durch einen Feuerwerkskörper einen Schaden an oder Kinder hantieren ungeschickt mit Knallfröschen, und dadurch kommt es zum Schadensfall, zahlt die Private Haftpflichtversicherung.

Werden Autos durch Feuerwerkskörper in Brand gesetzt oder durch eine Explosion beschädigt, tritt für den Schaden die Kaskoversicherung ein. Die Vollkas-koversicherung leistet Schadenersatz, wenn Autos in der Silvesternacht mutwillig ramponiert werden, ohne dass der Schuldige ermittelt werden kann.

So vermeiden Sie Brandschäden in der Weihnachtszeit

Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt. Im Unglücksfall könnten Sie möglicherweise grob fahrlässig gehandelt haben. Dies gilt besonders, wenn kleine Kinder oder Tiere im Haus sind. In diesem Fall sollten Sie auf echte Kerzen am Weihnachtsbaum verzichten.

Bei Gestecken und Kränzen sollten Sie die Kerzen rechtzeitig wechseln, bevor sie zu kurz sind und Äste in Brand stecken können. Tauschen Sie trockene Äste eventuell gegen frisches Grün aus, da diese nicht so leicht entzündbar ist. Achten Sie zudem auf eine feuerfeste Unterlage.

Kaufen Sie Ihren Weihnachtsbaum erst kurz vor dem Fest. Ein Baum mit Wurzeln in einem Topf ist frischer und kann sich nicht so leicht entzünden. Die meisten Brände von Weihnachtsbäumen geschehen zwischen Neujahr und Dreikönig, wenn der Baum schon ausgetrocknet ist.

Beim Aufstellen des Baumes sollten Sie auf festen und sicheren Stand achten und für einen zugfreien Standort sorgen. In der Nähe von Wärmequellen erhöht sich die Gefahr des Austrocknens. Achten sie zudem auf einen ausreichenden Abstand zu leicht brennbaren Einrichtungsgegenständen. Weihnachtsbaumschmuck sollte nicht leicht entzündbar sein.

Die Halter für die Kerzen sollten mit einer Tropfschale und einem Kugelgelenk ausgestattet sein. Stecken Sie keine Kerze direkt unter Äste. Zünden Sie die Kerzen immer in der Reihenfolge von oben nach unten an und loschen Sie stets in der umgekehrten Reihenfolge. Halten Sie für den Notfall einen Feuerlöscher, einen Eimer mit Sand oder Wasser griffbereit.

Quelle: Pressemeldung LVM Versicherungen

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