Altersvorsorge: Deutsche Bausparkasse Badenia fordert mehr Chancengleichheit bei Förderung

17.10.2000 | Köln
In dem zur Zeit vorliegenden Entwurf zur Rentenreform wird die private Altersvorsorge nach Auffassung der Deutsche Bausparkasse Badenia erheblich besser gefördert als das Bausparen. Nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden, Dr. Karlheinz Henge, werden Arbeitnehmer daher künftig ihr Sparverhalten vermehrt auf die Altersvorsorge lenken. Das heißt, Vorsparen zum Erwerb von Wohneigentum über das Bausparen wird zunehmend ausbleiben.

Dies hätte zur Folge, so Dr. Henge weiter, dass durch die ungleichgewichtige Förderung die Wohneigentumsquote weiter ab- und der Anteil der Mieterhaushalte zunehmen wird. Es wird den meisten Arbeitnehmern nicht möglich sein, zwei Sparziele, nämlich Altersvorsorge und Wohneigentumserwerb künftig gleichzeitig zu verfolgen.

Wohneigentum werden sich deshalb nur noch die "Besserverdienenden" leis-ten können. Zukünftig wird es vermehrt Seniorenhaushalte in Miete geben, deren Mietausgaben aufgrund der Teuerungsraten in Zukunft erheblich ansteigen werden. Ein großer Teil der Rente wird so für die Miete verbraucht werden.

Ein Wohneigentümer verfügt durch die ersparte Miete heute schon über mehr verfügbares Einkommen in Höhe von ca. 700 bis 800 DM im Monat. In Anbetracht der zu erwartenden Mietsteigerungen wird sich dieser finanzielle Freiraum weiter erhöhen.

Die Deutsche Bausparkasse Badenia fordert daher mehr Chancengleichheit bei der Förderung:

Die Gleichstellung der Förderung des Bausparens soll den Sparern die Möglichkeit eröffnen, sich frei für die Altersvorsorge über eine reine Kapitalanlage oder über Bausparen/Wohneigentum entscheiden zu können. Da die Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Einkommen nicht zwei Sparziele gleichzeitig verfolgen können, muss die Förderung alternativ entweder für die Altersvorsorge oder das Bausparen möglich sein. Der Gesamtaufwand der staatlichen Förderung wird somit nicht erhöht. Auch aus diesem Grund ist eine Gleichstellung zu fordern.

Es ist auch zu fordern, dass zwischen Wohneigentumsförderung und der Förderung anderer Produkte keine gewollte Ausschließlichkeit besteht, die die Menschen von der allseits gewünschten Wohneigentumsbildung fernhält.

Bausparen führt über das Wohneigentum zu mehr Altersvorsorge, da der Eigentümer über mehr Vermögen verfügt als der Mieterhaushalt in der gleichen Einkommenskategorie. Mehr Vermögen gibt mehr finanzielle Sicherheit im Alter.

Bausparen und Wohneigentum ermöglichen im Alter nicht nur höhere finanzielle Spielräume, sie tragen auch zum längeren Verbleib der alten Menschen in den eigenen vier Wänden bei. Dies belegen Erhebungen, nach denen die Menschen in der gewohnten Wohnumgebung am ältesten werden. Von zehn Wohneigentümern wechselt nur einer in ein Altersheim. Dagegen ist das Verhältnis bei Mietern schon eins zu vier. Daraus ist ersichtlich, dass der Mieter zusätzliche Folgekosten durch Errichtung von Heimplätzen und Pflegeaufwendungen in Alters- und Pflegeheimen verursacht.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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