Badenia verdreifacht Jahresüberschuss
Die Deutsche Bausparkasse Badenia AG schließt das Jahr 2009 mit einem gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserten Gesamtergebnis ab. Beim eingelösten Neugeschäft verzeichnete die Badenia mit einer Bausparsumme von 2.511,0 Mio. Euro (Vj. 2.458,7 Mio. Euro) eine Steigerung um 2,1 Prozent (Branche: -10,3 Prozent). 134.789 eingelöste Neuverträge (Vj: 121.290) machen ein Plus von 11,1 Prozent aus, während die Branche einen Rückgang um 16,3 Prozent hinnehmen musste. Den weitaus größten Teil des Neugeschäfts der Badenia vermittelte die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG).
"Wir haben uns mit dem Wachstum beim eingelösten Neugeschäft innerhalb der Branche sehr gut behauptet. Mit diesem Ergebnis können wir zufrieden sein", so Dr. Jochen Petin, Vorstandsvorsitzender der Badenia.
Das beantragte Bausparneugeschäft ging auf 2.821,5 Mio. Euro (Vj: 3.609,9 Mio. Euro; -21,8 Prozent) zurück. Hier machte sich, wie in der gesamten Branche, eine Geschäftsberuhigung nach dem Ausnahmejahr 2008 bemerkbar.
Das Finanzierungsneugeschäft verringerte sich - nicht zuletzt wegen der Fokussierung auf das "klassische" Bausparen mit einem der Darlehensvergabe vorgelagerten Ansparprozess - um 24,7 Prozent auf 722,1 Mio. Euro (Vj. 959,6 Mio. Euro).
Der Vertragsbestand nach Bausparsumme betrug 25.058,1 Mio. Euro (Vj: 25.684,8 Mio. Euro; -2,4 Prozent).
Die Bilanzsumme bewegte sich mit 4.886,0 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (4.909,5 Mio. Euro; -0,5 Prozent).
Der Bestand an Baudarlehen nahm von 3.369,2 Mio. Euro um 0,6 Prozent auf 3.389,6 Mio. Euro zu, die Bauspardarlehen machten dabei einen Anteil von 1.439,8 Mio. € (Vj: 1.516,0 Mio. Euro; -5,0 Prozent ) aus.
Die Bauspareinlagen unterschritten mit 3.931,5 Mio. Euro den Wert des Vorjahres (3.985,2 Mio. Euro) um 1,3 Prozent.
Jahresüberschuss auf 16,2 Mio. Euro gesteigert
Das Teilbetriebsergebnis als Saldo aus Zins- und Provisionsergebnis, verrechnet mit den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen und den Abschreibungen auf Sachanlagen betrug 33,5 Mio. Euro (Vj: 37,0 Mio. Euro; -9,5 Prozent). Dies ist vor allem Folge des um mehr als 5 Mio. Euro auf 104,7 Mio. Euro (Vj. 110,0 Mio. Euro; -4,8 Prozent) gesunkenen Zinsüberschusses, ausgelöst durch das insgesamt sehr niedrige Zinsniveau.
Das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit stieg - insbesondere wegen reduzierter Risikovorsorgeerfordernisse - von 12,2 Mio. Euro auf 33,9 Mio. Euro.
Der Jahresüberschuss erreichte 16,2 Mio. Euro (Vj: 3,8 Mio. Euro; +326,3 Prozent).
Produktpalette erweitert
Die Badenia baute ihre Produktpalette im Berichtszeitraum weiter aus: Den Kunden stehen jetzt unter anderem neue Angebote an Riester-Produkten zur Verfügung. So bietet die Bausparkasse seit August 2009 neben ihren Riester-zertifizierten Bausparverträgen auch annuitätische Immobilien- und Konstantdarlehen nach den Vorgaben des Eigenheimrentengesetzes an.
Nach einer Änderung der Bausparkassen-Verordnung hob die Badenia die Höchstgrenzen für Blankodarlehen auf 30.000 Euro an. Kunden haben seither die Möglichkeit, ohne grundbuchliche Sicherung Bauspardarlehen und Zwischenkredite bis zu dieser gesetzlichen Obergrenze zu erhalten. In beiden Fällen hat die Bausparkasse auf eine für den Kunden einfache Produktgestaltung geachtet.
Prozesse verschlankt
Mit Nachdruck weitergeführt wurde 2009 das unternehmensweite Projekt ELSE. Ziel von ELSE ist die Vereinfachung und Beschleunigung interner Abläufe zugunsten der Kunden und der Vertriebe. Dr. Jochen Petin: "Die eingeführte Automatisierung von Prüfungs- und Verarbeitungsprozessen im Darlehensbereich ist die richtige Weichenstellung für die Zukunft. Sie ermöglicht schnelle Kreditzusagen bei dinglich gesicherten und bei Blankodarlehen. Das kommt den Kunden zugute und sichert gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit."
Ratingagenturen überzeugt
In 2009 erhielt die Bausparkasse von der GBB-Rating Gesellschaft für Bonitätsbeurteilung und von Standard & Poor's gleichermaßen die Bewertung A (Ausblick negativ). Beide Ratingagenturen bescheinigten der Badenia damit eine "hohe Bonität".
Voll im Plan für 2010
Im laufenden Jahr liegt das Badenia-Bausparneugeschäft auf Vorjahresniveau. Dr. Jochen Petin sieht positive Signale für die Zukunft: "Der wachsende Modernisierungsmarkt, die von der Regierung angekündigte Vereinfachung der Eigenheimrente sowie die langfristige Sicherheit des Vorsorgemodells Bausparen stellen günstige Rahmenbedingungen für unsere weitere Geschäftsentwicklung dar. Unter den gegebenen Voraussetzungen werden wir dank noch attraktiverer Produkte und leistungsfähiger Vertriebe, insbesondere der DVAG, mit Sicherheit weiter Impulse im Neugeschäft setzen können."
Quelle: Pressemeldung Deutsche Bausparkasse Badenia AG
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