Ergebnisse der 132. Sitzung des Arbeitskreises Steuerschätzungen vom 4. bis 5. November 2008

05.11.2008 | Berlin
Vom 4. bis 5. November 2008 fand in Hildesheim auf Einladung des Finanzministeriums des Landes Niedersachsen die 132. Sitzung des Arbeitskreises "Steuerschätzungen" statt. Geschätzt wurden die Steuereinnahmen für die Jahre 2008 und 2009.

Die Schätzung ging vom geltenden Steuerrecht aus. Für das Jahr 2009 wurden gegenüber der vorangegangenen Schätzung vom Mai 2008 die finanziellen Auswirkungen des Eigenheimrentengesetzes und des Gesetzes zur Modernisierung des Wagniskapitalmarktes berücksichtigt.

Die in der Mai-Schätzung für die Jahre 2008 bis 2010 unterstellten finanziellen Auswirkungen des EuGH-Urteils "Meilicke" verschieben sich um ein weiteres Jahr nach hinten. Grund ist ein vor dem Finanzgericht Köln anhängiges Verfahren, in dem es insbesondere um Formerfordernisse an die von ausländischen Gesellschaften ausgestellten Steuerbescheinigungen geht.

Der Steuerschätzung wurden die gesamtwirtschaftlichen Eckwerte der Herbstprojektion der Bundesregierung zugrunde gelegt. Danach werden für den Schätzzeitraum 2008 und 2009 für das nominale Bruttoinlandsprodukt Zuwachsraten von 3,0 % bzw. 2,0 % erwartet. Dies entspricht gegenüber der Steuerschätzung vom Mai 2008 Abwärtskorrekturen von 0,4 bzw. 0,7 Prozentpunkten.

Auch bei für die Steuerschätzung relevanten Einzelaggregaten sind in der Herbstprojektion deutliche Anpassungen vorgenommen worden. Dies betrifft in besonderem Maße die erwarteten Steigerungsraten der Unternehmens- und Vermögenseinkommen, die für die Jahre 2008 und 2009 deutlich zurückgenommen wurden. Dagegen ist die Einschätzung für den Zuwachs der Bruttolohn- und -gehaltssumme im Jahr 2008 im Vergleich zur Mai-Steuerschätzung nach oben korrigiert worden.

Verglichen mit der letzten Steuerschätzung vom Mai 2008 werden die Steu­ereinnahmen insgesamt im Jahr 2008 voraussichtlich um + 7,4 Mrd. € höher ausfallen. Für den Bund ergeben sich Mehreinnahmen von + 0,4 Mrd. €. Länder und Gemeinden profitieren vergleichsweise stärker mit einem Aufkommenszuwachs von + 1,7 Mrd. € bzw. + 5,7 Mrd. €. Die Gründe dafür sind vor allem in der - verglichen mit den reinen Bundessteuern - deutlich besseren Entwicklung der reinen Ländersteuern bzw. den deutlich gestiegenen Einnahmeerwartungen für die Gewerbesteuer zu finden.

Auch im Jahr 2009 wird das Steueraufkommen voraussichtlich über dem Schätzergebnis vom Mai 2008 liegen. Der Arbeitskreis "Steuerschätzungen" hat seinen Schätzansatz für 2009 leicht um + 1,0 Mrd. € angehoben.

Während der Bund u.a. aufgrund eines deutlichen Rückgangs bei den reinen Bundessteuern Mindereinnahmen von - 2,2 Mrd. € verkraften muss und die Länder leichte Einbußen von - 0,3 Mrd. zu verzeichnen haben, können die Gemeinden im Vergleich zur Mai-Steuerschätzung mit deutlich höheren Steuereinnahmen (+ 3,3 Mrd. €) rechnen.

Anlage 1 enthält die Ergebnisse der Steuerschätzung. Um einen Vergleich mit den letzten Steuerschätzungen vom Mai 2008 zu ermöglichen, sind die Abweichungen in Anlage 2 im Einzelnen dargestellt.

Die Ergebnisse der neuen Steuerschätzung bilden, soweit sie den Bund betreffen, die Grundlage für den Bundeshaushalt 2009.

Quelle: Pressemeldung Bundesministerium der Finanzen

Dieser Beitrag wurde bisher 89 mal gelesen.
(Rang 392 auf baufinanzierung-news.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Als Selbständiger beim Hausbau weiterdenken

29.11.2011 | Unser Gastautor Holger Bethke ist Experte für die Finanzierung und Planung von Bauprojekten und betreut vor...

weiter in Als Selbständiger beim Hausbau ...

Telekom Entwicklerplattform Developer Garden bietet API für Scout24-Marktplätze

11.11.2011 | Inhalte von ImmobilienScout24, AutoScout24, FriendScout24, JobScout24 und Local24 in Webanwendungen oder...

weiter in Telekom Entwicklerplattform ...

Beton-Seminar 2012 - Aktuelle Betontechnik

31.10.2011 | Die Beton-Seminare vermitteln auch in diesem Jahr wieder praktische Abläufe im Betonbau und erläutern aktuelle...

weiter in Beton-Seminar 2012 - Aktuelle ...

BHW Immobilien: Eigenheimboom zum Jahresende

27.09.2011 | Mit einer spürbaren Belebung der Nachfrage nach Eigenheimen rechnet Johannes B. Bieber, Geschäftsführer der...

weiter in BHW Immobilien: Eigenheimboom zum ...

Neue Bauspartarife bieten für jede Zielgruppe das passende Angebot

01.06.2011 | Die BHW Bauparkasse hat ihren erfolgreichen und mehrfach ausgezeichneten Bauspartarif Dispo maXX erweitert und...

weiter in Neue Bauspartarife bieten für jede ...



Aktuelles

Als Selbständiger beim Hausbau weiterdenken

Unser Gastautor Holger Bethke ist Experte für die...

weiter ...

Telekom Entwicklerplattform Developer Garden bietet API für Scout24- Marktplätze

Inhalte von ImmobilienScout24, AutoScout24, FriendScout24,...

weiter ...

Neuigkeiten

Für eine gesunde Zukunft - Hybrid Autos

Deutschland ist in vielen Bereichen der erneuerbaren...

weiter ...

Trotz konstanter Leizinsen: Banken erhöhen Darlehenszinsen

Erst vor wenigen Tagen hatte die Europäische Zentralbank...

weiter ...

Weitere Themen

Umzug mit Freunden

"Der Umzug steht an. worauf muss ich achten?" Hier ist guter...

weiter ...

63 Strom- und 53 Gasanbieter kündigen Preiserhöhungen an

Zum Dezember und Januar haben 63 Stromanbieter...

weiter ...

Archiv

237 Gasversorger kündigen Preiserhöhungen an

Der Winter kommt, das Gas wird teurer. 237 Gasanbieter haben...

weiter ...

Bundesnotarkammer besucht Standesämter im gesamten Bundesgebiet

Die Vorbereitungen für die Einführung des Zentralen...

weiter ...

Verschiedenes

Mietrecht muss klimafreundlich und sozial gerecht sein

Zum Referentenentwurf der Bundesregierung für ein "Gesetz...

weiter ...

Wettbewerb: Hightech- Lösungen für die Stadt von morgen

BITKOM und CeBIT richten erstmals "Urban Solutions" Pitch"...

weiter ...