Private Altersvorsorge: Bausparer nicht benachteiligen

04.05.2001 | Köln
In der Diskussion um die private Altersvorsorge sieht die Deutsche Bausparkasse Badenia nach wie vor eine erhebliche Benachteiligung des Bausparens und erwartet negative Auswirkungen auf die Wohneigentumsquote in Deutschland. Dies äußerte der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Bausparkasse Badenia, Dr. Karlheinz Henge, anlässlich der Jahreshauptversammlung des Unternehmens in Karlsruhe vor Aktionärsvertretern.

privaten Rentenversicherung pro Jahr 1.320 DM Förderung erhält. Die gleiche Familie erhält z.Zt. im Rahmen der Bausparförderung lediglich 200 DM. Dr. Henge: "Die Förderung der privaten Altersvorsorge und die Anreize zur Bildung von Wohneigentum müssen mit gleichem Stellenwert behandelt werden. Bausparen führt zur Wohneigentumsbildung, bedeutet Mietfreiheit im Alter und ist wesentlicher Bestandteil der privaten Altersvorsorge. Eine Benachteiligung des Bausparens bei der Förderung führt zwangsläufig zu einem reduzierten Sparverhalten für die eigenen vier Wände in der Bevölkerung und in der Folge zu weniger Wohneigentum. In der Zukunft könnten sich negative Auswirkungen auf das Bausparsystem ergeben; davon wären rund 25 Millionen Bausparer betroffen."

Dr. Henge unterstreicht daher noch einmal die Forderung seines Hauses und der Bausparverbände nach einer Verdoppelung der Bausparförderung und appellierte an die politischen Entscheidungsträger, die Notwendigkeit eines ausgeglichenen Altersvorsorgesystems zu erkennen und nicht das bewährte System der Wohneigentumsbildung zu "strangulieren". Dr. Karlheinz Henge weiter: "Es ist zu hoffen, dass die Beratungen in Ausschüssen und im Bundesrat in Kürze zu den dringend erforderlichen Korrekturen im Rahmen der Neuregelung der privaten Altersvorsorge führen".

Geschäftsergebnisse

Trotz des schwierigen Umfelds konnte die Deutsche Bausparkasse Badenia im Jahr 2000 ein Nettoneugeschäft in Höhe von 6,4 Milliarden DM Bausparsumme erzielen (- 1,5 %). Unter Berücksichtigung der addierten Vorjahreswerte von Badenia und DBS ergibt sich ein Rückgang des Nettoneugeschäftes um 12,2 Prozent. Mit diesen Ergebnissen konnte der Marktanteil leicht verbessert und weiterhin der vierte Rang bei den privaten Bausparkassen gehalten werden.

In den ersten drei Monaten in 2001 wurden im Bruttoneugeschäft 51.077 Verträge (Vj: 54.669; - 6,6 %) mit einer Bausparsumme von 1,798 Milliarden DM (Vj: 2,107; - 14,7 %) vermittelt. Im April zeichnet sich ein positives Ergebnis mit einer Steigerung gegenüber dem Vorjahresmonat ab (+ 10,1 % in der Bausparsumme, + 20,3 % in der Anzahl). Der Vertragsbestand wuchs im ersten Quartal in Folge der Fusion mit der DBS auf 1.776.849 Verträge (Vj: 1.601.518; + 10,9 %). Der gesamte Vertragsbestand erhöhte sich auf 60,343 Milliarden DM Bausparsumme (Vj: 53,965; + 11,8 %)

Aufgrund der optimierten Tarifangebote mit monatlichen Zuteilungen konnten in den ersten drei Monaten Rekordzuteilungen verzeichnet werden: Insgesamt konnten 66.638 Verträge (Vj: 30,640; + 117,5 %) mit einem Volumen von 1,922 Milliarden DM (Vj: 0,809; + 137,5 %) zur Zuteilung angeboten werden.

Trotz der z.Zt. ungünstigen und schwer einschätzbaren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Bausparen sieht die Deutsche Bausparkasse Badenia gute Chancen, sich im Markt weiterhin zu behaupten: Hierzu zählen in erster Linie die Neustrukturierung des Außendienstes sowie die Neuausrichtung der Zusammenarbeit mit der Commerzbank. Über eine eigenständige Gesellschaft, die gemeinsam von der Commerzbank, der Volksfürsorge, der Deutsche Bausparkasse Badenia und der AM-Versicherung gegründet wird, erfolgt eine Integration von 350 Bauspar- und Finanzierungsberatern in die Zweigstellen der Commerzbank. Allein über diesen Vertriebsweg ist in den nächsten fünf Jahren die Vermittlung eines Bausparvolumens in Höhe von ca. vier Milliarden DM pro Jahr geplant.

Seit Gründung der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) vor 25 Jahren arbeitet die Deutsche Bausparkasse Badenia mit diesem erfolgreichen Vertrieb zusammen. Die inzwischen vorhandenen 25.000 Vermögensberater sind ein verläßliches Vertriebspotential. Sie haben im Jahr 2000 mit rund einem Drittel des gesamten Abschlußvolumens zum Vertriebserfolg beigetragen.

Zusätzlich ist die Deutsche Bausparkasse Badenia in den Vertriebsverbund des AM-Konzerns integriert und arbeitet mit einer Reihe von namhaften Versicherungsgesellschaften, Banken und weiteren Vertriebspartnern zusammen.

Darüber hinaus sollen die vertrieblichen Aktivitäten durch die - im Rahmen der Fusion - verbesserten Bauspartarifen, eine Reihe von Produktinnovationen so wie das mit der Commerzbank entwickelte "Smarte Baudarlehen" unterstützt werden.

Strategisches Ziel ist es, die Deutsche Bausparkasse Badenia künftig zu

einem Baukreditkompetenzcenter zu entwickeln.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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