W&W Service GmbH vor dem Start

25.11.2008 | Stuttgart
Die Wüstenrot & Württembergische (W&W) für die Arbeitgeberseite und die Gewerkschaften verdi und DHV haben die Tarifverträge für die neugegründete W&W Service GmbH (WWS) unterzeichnet. Damit kann die jüngste Tochter des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische im Januar 2009 an den Start gehen.

Ihr werden zu Beginn insgesamt rund 640 Mitarbeiter an allen drei Standorten - Stuttgart, Ludwigsburg und Karlsruhe - angehören. Sie stellen sicher, dass die betrieblichen Abläufe in den Unternehmen der W&W-Gruppe für rund 16.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Innen- und Außendienst funktionieren, so dass diese den hohen Anspruch an Service für die Kunden erfüllen können.

In der WWS werden folgende interne Dienstleistungen zusammengefasst: Dokumentenmanagement, Boten- und Kurierdienst, Flächenmanagement und Betriebstechnik, Raum- und Arbeitsplatzorganisation, Vertragsservice, Veranstaltungs- und Eventmanagement, Einkauf und Versorgung sowie Konzerngastronomie. Mit der Gründung einer Service-Konzerntochter und dem Verzicht auf Ausgliederung der entsprechenden Funktionen in konzernfremde Unternehmen bekennt sich der W&W-Konzern zu Qualität und Effizienz auch im internen Service. Die WWS wird im Wettbewerb mit externen Anbietern stehen und soll die Kostenstruktur ihrer Dienstleistungen auf das Marktniveau vergleichbarer Dienstleister bringen. Sie wird dazu beitragen, bis Ende 2010 Einsparungen von insgesamt 35 Millionen Euro zu erzielen. W&W-Vorstandsvorsitzender Dr. Alexander Erdland: "Durch die Service GmbH sind wir auf unserem Restrukturierungskurs ein weiteres Stück voran gekommen. Die Bündelung der Leistungserbringung und die Umsetzung gruppenweiter Service-Standards schaffen zusätzliche materielle und qualitative Vorteile."

Mit Unterzeichnung der Tarifverträge konnten die Verhandlungen zwischen dem W&W-Konzern und den Arbeitnehmervertretern trotz unterschiedlicher Ausgangspositionen erfolgreich abgeschlossen werden. Ziel war, sowohl den Belangen der Mitarbeiter, als auch der Wirtschaftlichkeit der WWS gerecht zu werden. W&W-Arbeitsdirektor Klaus Peter Frohmüller: "Es ist uns gelungen, alle Schwierigkeiten zu überwinden und ein akzeptables Verhandlungsergebnis zu erzielen. Es sichert der WWS aus heutiger Sicht eine marktgerechte tarifliche Basis."

Auch die Betriebsräte der W&W-Gruppe würdigen die gefundenen Vereinbarungen mit den Worten: "Wir sind froh, nach schwierigen Gesprächen, die aber von gegenseitigem Verständnis und fairem Umgang miteinander geprägt waren, die Interessen der heutigen und der zukünftigen Mitarbeiter der WWS gewahrt zu haben."

Alle Mitarbeiter, die bereits jetzt in den einzelnen W&W-Unternehmen entsprechende Dienstleistungen erbringen, werden von der neuen Gesellschaft übernommen. Verlagerungen von Arbeitsplätzen zwischen den Konzernstandorten Stuttgart, Ludwigsburg und Karlsruhe werden für große Entfernungen durch das Angebot von Umqualifizierungsmaßnahmen weitestgehend vermieden.

Denjenigen Mitarbeitern, die aus den entsprechenden Abteilungen der W&W-Unternehmen zur neuen WWS wechseln, sichert ein Überleitungstarifvertrag ihren materiellen Besitzstand. Darüber hinaus gelten für sie weiterhin ihre bisherigen Flächentarife. Dadurch werden die Ergebnisse zukünftiger Flächentarifverhand-lungen so wirken, als ob die Mitarbeiter weiterhin in ihrem Ursprungsunternehmen beschäftigt wären. Um für die WWS eine einheitliche Arbeitszeit zu schaffen, einigte man sich auf eine 39-Stunden-Woche. Diejenigen, die bisher kürzere Arbeitszeiten hatten, erhalten einen finanziellen Ausgleich. Außerdem gibt die WWS eine Arbeitsplatzgarantie bis Ende 2012.

Neue WWS-Mitarbeiter, die von außen kommen, werden zu den im Haustarifvertrag festgelegten Bedingungen beschäftigt. Diese stellen sicher, dass die WWS auch im Vergleich zu den jeweiligen Branchentarifen ein attraktiver Arbeitgeber sein wird.

Quelle: Pressemeldung Wüstenrot & Württembergische AG

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