Wo im Keller "Kohle" schlummert
Hausbesitzer werden ist gar nicht so schwer, Hausbesitzer sein dagegen sehr - zumindest manchmal. Zum Beispiel immer dann, wenn die jährliche Heizölrechnung ins Haus flattert. Der Grund: Seit 1998 sind die Ausgaben für Heizenergie bei deutschen Haushalten um mehr als 52 Prozent gestiegen. Eine einzige Tankfüllung Heizöl reißt da mittlerweile ein gewaltiges Loch in die Haushaltskasse. Bei Gas ist das nicht viel anders.
Nun bestünde natürlich die Möglichkeit, die Heizkosten kurzfristig durch die Anschaffung zusätzlicher Decken und warmer Kleidung zu senken. Langfristig sinnvoller ist es allerdings, über die Anschaffung einer neuen Heizung nachzudenken. Die Deutsche Bausparkasse Badenia erklärt, für wen sich die Anschaffung lohnt:
Heizung ist nicht gleich Heizung
In Deutschland wird noch immer fast ausschließlich mit Öl oder Gas geheizt. Standard ist bereits seit den 1980er Jahren der sogenannte Brennwertkessel, der den eingesetzten Brennstoff effizienter als vormalige Heizanlagen nutzt. Doch Brennwertkessel, die älter als 15 Jahre alt sind, verlieren bis zu 40 Prozent der erzeugten Wärme. Im Vergleich dazu werden bei modernen Geräten rund 96 Prozent der Wärme effektiv genutzt. Durch den geringeren Wärmeverlust sinken die Heizkosten und der CO2-Ausstoß der Heizung. Das entlastet nicht nur den Geldbeutel merklich, sondern auch die Umwelt. Die Investition lässt sich zum Beispiel über einen Bausparvertrag mit kurzer Laufzeit finanzieren. So kann beim ImmoFit/Via Badenia 06 ClassicFinanz der Deutschen Bausparkasse Badenia die Zuteilung bereits nach zwölf Monaten erfolgen.
Welche Heizung eignet sich für mein Haus?
"Eine Modernisierung der Heizung empfiehlt sich in jedem Fall, wenn diese älter als 20 Jahre ist", empfiehlt Jochen Ament, Bausparexperte der Deutschen Bausparkasse Badenia. Oft lohnt es sich auch, über ganz neue Wege nachzudenken: Eine Solarthermieanlage zum Beispiel kann dann eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn die Ausrichtung des Dachs ideal ist und in der Region ausreichend viele Sonnenstunden im Jahr zu erwarten sind.
Auch das Heizen mit Holzpellets kann eine gute Alternative sein. Dabei gilt es einiges zu beachten: Pellet-Heizungen bieten einen hohen Betriebskomfort. Allerdings arbeiten sie mit reduzierter Ablufttemperatur. Dies kann zu Kondensatbildung im Schornstein führen. Daher sollte man sich vorher von einem Fachmann beraten lassen, ob der Schornstein für diese Heizform geeignet ist oder nachgerüstet werden sollte. Eine weitere Voraussetzung ist ein ausreichend großer Lagerraum für das Heizmaterial. Heizen mit Pellets ist vor allem deswegen attraktiv, weil der Rohstoff Holz langfristig deutlich günstiger ist als fossile Brennstoffe wie Öl und Gas. Hinzu kommt die überlegene CO2-Bilanz von Holz-Pellets.
Der Staat fördert umweltfreundliche Brennstoffe
"Wer eine Pellet-Heizung einbaut, hat die Möglichkeit, von staatlicher Förderung zu profitieren", verrät Bausparexperte Ament. Der Preis für eine Pellet-Heizung liegt inklusive Installation bei rund 15.000 Euro. Wie hoch die Förderung im konkreten Fall ist, erfährt man beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (www.bafa.de); in der Regel beträgt sie mindestens 2.500 Euro. Bereits in den ersten vier Monaten dieses Jahres hat das Amt 82.000 entsprechende Anträge im Marktanreizprogramm zur Förderung Erneuerbarer Energien bewilligt. "Wir empfehlen Hausbesitzern mit alten Heizungen, ihre Heizungen zu erneuern und die Förderung zu nutzen. Die Investition in eine Solarthermieanlage, Holz-Pellet-Heizung oder Wärmepumpe lohnt sich dank sinkender Heizkosten und staatlicher Förderung doppelt", so Thomas Kwapich, Bereichsleiter der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).
Wer richtig heizt, spart jetzt schon Energie
Auch wer seine alte Heizung noch nicht gleich zum Alteisen geben will, kann signifikant Energie sparen, wenn er ein paar einfache Verhaltensregeln beachtet:
Heizung warten lassen
Zu Beginn der Heizperiode sollte man die Heizungsanlage unbedingt von einem Fachmann reinigen und einstellen lassen. Denn verschmutzte Kessel oder falsch eingestellte Brenner können einen Mehrverbrauch von bis zu 15 Prozent verursachen.
Heizkörper entlüften
In Heizkörpern sammelt sich mit der Zeit Luft, die das heiße Wasser verdrängt. Der Energieverbrauch steigt. Darum sollten die Heizkörper in jedem Raum mindestens ein Mal pro Jahr entlüftet werden.
Überheizung vermeiden
Jeder Grad Raumtemperatur weniger spart bis zu sechs Prozent Heizkosten. Darum gilt es genau zu überlegen, wie ein Zimmer genutzt wird und wie warm es dazu sein muss. Es empfiehlt sich auch, die Temperatur nachts um fünf Grad zu senken.
Heizkörper freihalten
Vor einem Heizkörper dürfen keine Möbel stehen. Sie verhindern, dass warme Luft im Raum zirkulieren kann. Auch eine Isolierung zwischen Heizkörper und Wand hilft Energie zu sparen. Schließlich sollen nicht die Außenmauern gewärmt werden, sondern der Raum.
Wassertemperatur senken
Die Warmwassertemperatur muss nicht höher sein als aus hygienischen Gründen notwendig. In Einfamilienhäusern genügen 50 Grad, in größeren Gebäuden sollte das Wasser höchstens 60 Grad warm sein
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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