Wüstenrot & Württembergische setzt mit "W&W 2012" auf Wachstum
"Das Jahr 2009 war das Jahr des Beweises am Ende der ersten Etappe der Neuausrichtung. Wir haben unsere Ziele erreicht, zum Teil sogar überschritten. Glaubwürdigkeit und Kundenzufriedenheit wurden auch in der Finanzkrise gestärkt", betonte Dr. Alexander Erdland, Vorstandsvorsitzender der W&W AG, im Gespräch mit der Presse in Stuttgart. Es seien neues Wachstum, die Rückgewinnung von Marktanteilen und ein wichtiger Effizienzfortschritt gelungen.
W&W-Gruppe erreicht neue Ertragskraft
Bereits im Jahr 2007 deutete sich mit dem damals erwirtschafteten Nachsteuer-Ergebnis von rund 210 Millionen Euro ein neues Niveau an. Noch nie zuvor gelang der W&W-Gruppe ein Jahresergebnis von mehr als 200 Millionen Euro.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich die neu gewonnene Ertragskraft, wenn man auf die Zeitspanne vom ersten vollen Geschäftsjahr der W&W bis 2006 zurückblickt. In dieser Zeitspanne von 2000 bis 2006 gab es kein einziges dreistelliges Jahresergebnis; hingegen gab es Verlustjahre, der durchschnittliche Jahresüberschuss betrug 16 Millionen Euro. Seit dem Erneuerungskurs, also von 2007 bis 2009, wurde dagegen ein jährlicher Gewinn von durchschnittlich 166 Millionen Euro erwirtschaftet: ein Quantensprung in der Ertragskraft. "Jetzt muss es unsere Aufgabe sein, das neue Ertragsniveau nachhaltig abzusichern. Denn wir benötigen diese Ergebnisentwicklung für die weitere Stärkung unserer Kapitalbasis als Voraussetzung für den angestrebten Wachstumskurs", erläuterte Erdland.
Bestes Ergebnis in der zehnjährigen Unternehmensgeschichte
Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurde die im Rahmen des Restrukturierungsprogramms "W&W 2009" für 2009 angepeilte Konzern-Eigenkapitalrendite nach Steuern - auf IFRS Basis - von neun Prozent geschafft, mit 9,1 Prozent sogar leicht übertroffen. Mit rund 222 Millionen Euro konnte das beste Ergebnis der W&W in ihrer gesamten Unternehmensgeschichte ausgewiesen werden. "Wüstenrot und Württembergische haben gleichwertig hierzu beigetragen, mit einer super Mannschaftsleistung; wir verstehen uns jetzt als ein gemeinsamer Dienstleister für unsere Kunden und als Kooperationspartner für verschiedene weitere Vertriebswege", so der W&W-Chef.
Vertriebskraft deutlich gesteigert - mit Multikanalvertrieb nah am Kunden
Zentral für die W&W-Gruppe ist, dass sie ihre Vertriebskraft im Rahmen ihres Restrukturierungsprogramms deutlich steigern konnte und mit ihrem Multikanalvertrieb nah am Kunden ist. Die zwei W&W-Außendienste bilden den Kern der Vertriebsstärke, ergänzt um das Online-Banking. Hinzu kommt der Vertrieb über Makler, Banken (wie HVB, Commerzbank, Dresdner Bank, Santander), andere Versicherungsaußendienste (Allianz, Ergo) und weitere Kooperationspartner wie AWD als Finanzvertrieb und Beamtenbund. Insgesamt besteht über diesen umfangreichsten Multikanalvertrieb eines Finanzdienstleisters in Deutschland für Wüstenrot oder Württembergische Zugang zu - addiert - 66 Millionen Kunden; unter Herausrechnung von Mehrfachzählungen dürften es gut 40 Millionen Kunden sein.
Wüstenrot beziehungsweise Württembergische arbeiten insgesamt mit 70.000 Vermittlern und Bankberatern zusammen. Dabei handelt es sich um die 6.000 Außendienstpartner der eigenen Ausschließlichkeitsvertriebe sowie seitens der Kooperationspartner um 24.000 Berater der Banken, 23.000 der Versicherungen, 9.000 der Finanzvertriebe und 8.000 der Makler.
Erfolgreicher Start ins Jahr 2010 - Bilanz des ersten Quartals
Die Resultate des ersten Quartals belegen, dass die W&W-Gruppe auf einem stabilen Weg ist. Gemessen am ersten Quartal 2009 - damals noch ohne die Vereinsbank Victoria Bauspar AG - wurde in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ein Plus von 18,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro Brutto-Bausparsumme erreicht. Würde man die Allianz Dresdner Bauspar AG hier noch hinzurechnen, wäre die W&W-Gruppe im Bausparen im ersten Quartal 2010 um deutlich mehr als 20 Prozent gewachsen. In der Baufinanzierung erreichte das Neugeschäft 1,2 Milliarden Euro, im Vorjahr waren es 1,1 Milliarden Euro.
Die Geschäftsentwicklung im Segment Schaden-/Unfallversicherung entwickelt sich ebenfalls weiter erfreulich. Das Neugeschäft im Segment kletterte um 6,1 Millionen Euro auf 78,3 Millionen Euro. Auch im Segment Personenversicherung setzte sich das Wachstum fort. Der Neubeitrag im Personenversicherungsgeschäft wurde zum 31. März 2010 deutlich auf 232,7 Millionen Euro (Vorjahr 121,3 Millionen Euro) gesteigert.
Von Januar bis März 2010 wurde ein Konzernüberschuss nach IFRS von 48,4 Millionen Euro erzielt, nachdem es im Vorjahreszeitraum 53,7 Millionen Euro waren. Der Rückgang reflektiert Integrationskosten und Investitionskosten für den Ausbau der Vertriebskraft und für die Nachhaltigkeit der Ertragskraft.
Erfreulich ist auch, dass die W&W-Gruppe von den Turbulenzen um die PIIGS-Staaten kaum betroffen ist. Das Engagement in griechischen Staatsanleihen liegt unter 0,5 Prozent der Bilanzsumme.
Mit "W&W 2012" werden neue Herausforderungen angegangen
Mit dem Programm "W&W 2012" setzt der Finanzdienstleister weiter auf Wachstum, auf Werthaltigkeit und Nachhaltigkeit. Um diese Zielsetzungen zu erreichen, muss kräftig investiert werden - in den Vertrieb, in die Integration der Allianz Dresdner Bausparkasse, in die Informations-Technologie. Dabei stehen nicht grundsätzliche, sondern besondere Anforderungen vorn an: Die W&W-Gruppe will ab 2012 ein nachhaltiges Konzernergebnis nach Steuern von 250 Millionen Euro und ein dauerhaft profitables Wachstum über dem Marktdurchschnitt erreichen.
Hohe Investitionen für nachhaltiges, werthaltiges Wachstum
Insgesamt handelt es sich um einen großen zusätzlichen Investitionsblock von knapp 300 Millionen Euro im Rahmen des Programms "W&W 2012". Investiert werden sollen zirka 100 Millionen Euro direkt in den Vertrieb, weitere je 100 Millionen Euro in IT-Unterstützung sowie in Geschäftsbearbeitung und -steuerung.
Im Geschäftsbericht 2009 hatten wir für das Jahr 2010 ein Konzernüberschuss von mindestens 140 Millionen Euro nach IFRS als Ziel ausgegeben. Aufgrund des bisher positiven Geschäftsverlaufs im Jahr 2010 dürfte jedoch ein Ergebnis von rund 160 Millionen Euro erreichbar sein, sofern nicht aus heutiger Sicht überraschende, besondere Schaden-, Kredit- oder Kapitalmarktereignisse eintreten.
Quelle: Pressemeldung Wüstenrot & Württembergische AG
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