Als Selbständiger beim Hausbau weiterdenken

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Als Selbständiger beim Hausbau weiterdenken

Unser Gastautor Holger Bethke ist Experte für die Finanzierung und Planung von Bauprojekten und betreut vor allem Selbständige und Freiberufler in Finanzierungsfragen rund um den Neubau. In diesem Artikel gibt er Tipps für den angehenden Bauherrn um häufig gemachte Fehler zu vermeiden.

Neubau oder Sanierung?

Wer beruflich selbständig tätig ist und ein Haus bauen möchte, hat viele Dinge zu beachten, die später nicht mehr ohne weiteres zu ändern sind, jedoch wichtig für die private und berufliche Zukunft sein können. Zu Beginn der Planung gilt es zu klären, ob ein älteres, bereits bewohntes Haus gekauft oder ein Neues gebaut werden soll. Bei einem alten Haus ist der Kaufpreis oft niedriger als wenn ein Neubau geplant wird. Allerdings sind hier alle Zimmer, Haustechnik und Anschluss so, wie die vorherigen Eigentümer es benötigten. Hier müssen also noch Kosten für Umbau und Sanierung mit eingerechnet werden. Bei einem Neubau besteht die Chance, alle Räumlichkeiten so zu gestalten, wie sie vom Bauherrn gewünscht und gebraucht werden. Von der Anzahl der Steckdosen bin hin zu der Entscheidung, ob eine Fußbodenheizung installiert wird oder normale Heizkörper die Wände zieren sollen entscheiden hier Budget und die individuellen Bedürfnisse.

Die Aufteilung der Räume muss sorgfältig durchdacht werden

Bei der Raumplanung macht es Sinn, falls benötigt, die Kinderzimmer etwas entfernt vom Büro einplanen. Wenn die Kinder klein sind, ist ein kurzer Weg ins Elternschlafzimmer praktisch aber wenn diese größer werden, Besuch empfangen, laut Musik hören und in der Pubertät sind, ist ein größerer Abstand für Eltern und Kinder von Vorteil. Wer ein Büro einplanen möchte, sollte Größe und Lage so wählen, dass genügend Tageslicht hinein kommt. In einem dunklen und engen Raum arbeitet es sich nicht gut. Es sollte genug Fläche für Schreibtisch, Schränke und eine kleine Sitzecke entstehen. Dieses Zimmer lässt sich zudem bestimmt steuerlich geltend machen; Zu steuerlichen Fragen sollte man in jedem Fall schon zu Beginn der Planungsphase einen Steuerberater hinzuziehen, um alle fiskalischen Gestaltungsmöglichkeiten voll ausschöpfen zu können.

Solide Finanzierung – gerade für Freiberufler wichtig

Wer ein Haus bauen will, sollte von Anfang an gut planen und sich auch in Finanzierungsfragen gut beraten lassen. Vor allem als Selbständiger gibt es in der Regel bei Krankheit und ausbleibenden Aufträgen keine Lohnfortzahlung. Daher sollte geprüft werden, ob genügend finanzielle Rücklagen auch für „magere Zeiten“ vorhanden sind. Sofern das Haus nicht aus Mitteln des Eigenkapitals gebaut werden kann, müssen monatliche Raten an die Bank zurückgezahlt werden. Die Nebenkosten wie zum Beispiel Stromabschläge, Wasserabschläge, Gebäudeversicherungen, Kosten für die Abholung des Hausmülls, Grundsteuer und eine Rücklage für mögliche Schäden (Heizung kaputt, Dach defekt etc.) müssen in die monatliche Kostenrechnung eingeplant werden. Nach Abzug aller Fixkosten muss noch genug Geld zum täglichen Leben übrig bleiben. Sicherlich möchten Sie noch in den Urlaub fahren, vielleicht ein Auto fahren und auch bei den Mahlzeiten nicht nur Suppe auf dem Teller haben.

Wenn diese Punkte beachtet wurden und Sie zu der Überlegung kommen, ein Haus bauen zu wollen und finanziell leisten zu können, suchen Sie sich ein geeignetes Grundstück, einen Architekten und einen guten Notar und gehen Sie Ihrem Traum vom Eigenheim an!

Der Architekt wird auch dabei helfen, das Büro einplanen zu können und bei der Lage im Haus beratend zur Seite stehen.

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